Ohranlegeplastik
Vor allem Kinder leiden unter abstehenden Ohren. Oft sind sie Hänseleien ausgesetzt und werden in schlimmsten Fällen sogar ausgegrenzt. Die Ohranlegeplastik zählt zu den häufigsten Korrekturoperationen bei Kindern. In den meisten Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
Ohren, deren Ohrmuschel-Knorpel zu wenig gewölbt und gefaltet ist, werden durch die Korrektur so geformt, dass die Ohren anliegen. Über einen Hautschnitt, welcher unauffällig auf der Rückseite der Ohren zu liegen kommt, wird der Knorpel ausgedünnt und anschließend geformt. Versenkte Nähte fixieren das gefaltete Ohr und die Haut selbst wird mit selbstauflösendem Nahtmaterial verschlossen. Ein Verband wird für eine Woche angelegt, daran anschließend sollte noch für weitere 4 Wochen ein Stirnband getragen werden. Bei Kindern erfolgt die Operation in Allgemeinnarkose, bei Erwachsenen ist eine ambulante Korrektur in Lokalanästhesie möglich.
Korrektur eingerissener Ohrläppchen
Ein einfaches Zusammennähen der Wundränder führt zu keinem
dauerhaften Ergebnis. Die entstehende Narbe bildet eine Schwachstelle
und das neuerliche Einreißen ist nur eine Frage der Zeit.
Um einen dauerhaften Verschluss dieser Schwachstelle zu erreichen, muss
hier eine spezielle Technik der Narbenkorrektur angewendet werden.
Sogenannte Z-Plastiken werden gegenläufig geformt. Die Wunde wird mit
feinsten Nähten verschlossen und mit Klebestreifen geschützt. Die
Nahtentfernung erfolgt nach 7-10 Tagen. Nach 1/2 Jahr kann neuerlich ein
Loch für Ohrschmuck gestochen werden.
Ohrläppchenverkleinerung
Auch Ohrläppchen unterliegen einem Alterungsprozess. Eine Verlängerung und Ausdehnung ist in vielen Fällen zu beobachten. In Lokalanästhesie kann eine Verkleinerung durchgeführt werden. Die Technik ist ähnlich wie beim eingerissenen Ohrläppchen. Der Unterschied liegt in der Entfernung von überschüssigem Gewebe. Die resultierende Narbe ist zart und unauffällig.

