Zur Harmonisierung des Gesichtsprofils ist wesentlich das Gesicht als ganze Einheit zu betrachten. Die Grundform des Gesichtes und der Charakter sollten nicht wesentlich verändert werden. Harmonisierung ist hier das Zauberwort.
Dafür bedarf es einer genauen Analyse und einer ausführlichen Beratung. Manchmal empfiehlt sich die Kombination verschiedener Techniken.
Für ein harmonisches Gesichtsprofil ist in erster Linie die Form und Größe der Nase entscheidend. In manchen Fällen besteht allerdings eine Unterentwicklung des Kinns (Mikrogenie) oder eine zu geringe Ausbildung in der Profillinie (Retrogenie). Eine Korrektur lässt sich durch ein Implantat erzielen. Nur in stark ausgeprägten Fällen ist eine Kieferkorrektur nötig.
Das Einsetzen eines Kinnimplantates erfolgt in Lokalanästhesie. Durch einen versteckten Schnitt lässt sich ein ideal geformtes und angepasstes Implantat einbringen. Als Material ist hierbei ein polymerisiertes (festes) Silikon zu empfehlen. Eigenes Gewebe wie zum Beispiel ein Stück Beckenkamm wird heute kaum mehr verwendet, da obengenannte Fremdmaterialien gut verträglich sind und man sich eine schmerzhafte Operation am Becken erspart.
Das Kinnimplantat wird direkt an den Knochen gelegt. Ein
Fixationsverband wird für 10-14 Tage angebracht. Als seltene
Komplikationen kann das Verrutschen des Implantates aber auch eine
Infektion genannt werden.
Mit Schwellungen und blauen Flecken, welche 1-2 Wochen bestehen können,
muss fast immer gerechnet werden.
In Ihr berufliches Umfeld können sie nach rund 2 Wochen zurückkehren,
Sauna und Solarium sollte für 3-4 Wochen gemieden werden.
Gerne berate ich Sie ausführlich in meiner Sprechsunde.
Der Wangenbereich lässt sich durch zwei verschiedene Methoden aufbauen. Mit spezieller Hyaluronsäure kann Volumen im Wangenbereich eingebracht werden und somit einen deutlichen Verjüngungseffekt erzielen. Das Ergebnis hält 8-12 Monate. Auch Eigenfett kann zur Wangenaugmentation verwendet werden. Das Ergebnis mit Eigenfett hält länger als mit Hyaluronsäure, allerdings ist in den meisten Fällen eine 2. Behandlung nötig, da sich Fett vor allem anfangs etwas verliert.
Um den Jochbogen und somit die Wangen dauerhaft zu betonen, werden über einen kleinen Schnitt in der Mundschleimhaut Implantate eingebracht. Diese Implantate aus Silikon sind gut verträglich und legen sich an den Jochbogen an. Das Resultat ist natürlich, Narben sind keine sichtbar. Diese Behandlungen erfolgen ambulant, mit Schwellungen und leichten Blutergüssen muss für einige Tage gerechnet werden.
Zumeist vererbt oder auch durch ein paar Kilos zuviel, ist ein Doppelkinn im Regelfall lästig. Kann man Problemstellen am Körper geschickt durch Kleidung kaschieren, bleibt das Doppelkinn trotzdem sichtbar. In vielen Fällen lässt eine Fettansammlung im Kinnbereich auf mehr Körperfülle schließen als tatsächlich vorhanden ist. Klopfmassagen, Spezialcremen bringen kaum eine Besserung, auch der Erfolg der „Fett weg Spritze" ist zumeist nur mäßig, in jedem Fall bedarf es hiermit jedoch einer langwierigen Behandlung.
Die Fettabsaugung erweist sich an dieser Problemstelle, so wie bei vielen anderen durch Fett verursachten Problemen als der „ golden standard “. Die Behandlung ist unbelastend und schonend, der Erfolg spricht für sich. Voraussetzung ist, so wie bei allen ästhetischen Eingriffen, eine genaue Analyse. Ist das Doppelkinn hauptsächlich oder ausschließlich durch eine lokale vermehrte Fettansammlung verursacht, ist die alleinige Fettabsaugung die Therapie der Wahl. Im Rahmen eines ambulanten Eingriffes, werden die überzähligen Fettzellen dauerhaft entfernt. Ein Beruhigungsmittel und eine sogenannte Vereisungsspritze ermöglichen eine vollkommen schmerzfreie Behandlung. Die einzig resultierende Narbe ist 5 mm lang und versteckt sich in der natürlich vorgegebenen Kinnfalte. Ein spezieller Gurt sollte für einige Tage angelegt werden, die Rückkehr in das soziale Leben ist innerhalb von 3-4 Tagen problemlos möglich.
Ein durch das Absinken der alternden Haut verursachtes Doppelkinn bedarf einer aufwendigeren Korrektur. Die Vorarbeit leistet wiederum die Fettabsaugung, allerdings ist dann auch die Straffung eines sich flächig ausbreitenden Muskels am Hals notwendig, des sogenannten Platysma. Auch diese Operation erfolgt in Lokalanästhesie, das Tragen des Gurtes ist allerdings für eine Woche notwendig. Schmerzen sind auch in diesem Fall nicht zu erwarten.
Liegt die Ursache eines vermeintlichen Doppelkinns, in einer zu geringen Ausprägung des Kinns, kann dieses harmonisch an das Gesichtsprofil angeglichen werden. Hierfür wird ein speziell angemessenes Plättchen an den Kinnknochen angebracht. Das hierfür verwendete Material ist äußerst gewebeverträglich und ermöglicht eine dauerhafte Harmonisierung des Gesichtsprofils. In Lokalanästhesie erfolgt ein kleiner Schnitt in der Kinnfalte, über diesen Zugang wird das Material eingebracht und der Schnitt vernäht. Ein kleiner Verband ist für 7-10 Tage nötig. Das Ergebnis ist ebenso dauerhaft.

